Automa­tische Bewäs­serung für Garten und Balkon mit Gardena, Homematic und FHEM

Smart Home ist nun salon­fähig geworden und immer mehr Hersteller bieten Lösungen an. Scheinbar wird aber das was wirklich (vor allem jetzt) eine Arbeits­er­leich­terung ist, vergessen – die automa­tische Bewäs­serung des Gartens oder des Balkons. Gardena ist vorne mit dabei und ideal für Einsteiger. Wer mehr Freiheit, günstigere Anschaf­fungs­kosten und bessere Integration möchte, der nutzt die Selbst­bau­va­riante. Beides stelle ich euch hier vor.

Hinweis: der Artikel ist noch im Aufbau. Mehr Infos folgen im Laufe der Tage

Als Basis für die automa­tische Bewäs­serung wird bei beiden Varianten eine Bewäs­serung voraus­ge­setzt. Ich nutze z.B. schon länger das Micro drip System für meinen Balkon. Bis vor einem Jahr habe ich immer manuell den Hahn morgens aufge­dreht, dann etwas gegessen und wieder zugedreht. Eine Zeitschaltuhr war mir nicht „smart“ genug, deshalb habe ich letztes Jahr dann automa­ti­siert, mehr dazu dann später

Das Micro Drip kann mit verschie­densten Arten von Tropfern ausge­stattet werden und bietet unter anderem auch eine Dünge­einheit. Es eignet sich für Gärten und Balkone mit Wasser­an­schluss oder Regen­tonne mit Pumpe. Hier mal ein paar Bilder wie die Tropfer bei mir nach ca. 5 Jahren Nutzung aussehen:

Große Wege überbrückt man mit dem Verle­gerohr, dort kann man T-Stücke einsetzen, um das Vertei­l­errohr anzuschließen. Hier werden die Tropfer dann „in Reihe geschaltet“. Ich würde von Tropfern direkt in den Rohren abraten, da sie ein Loch im Schlauch verur­sachen und bei Tausch oder Reinigung es undicht werden kann. Daher vor allem bei viel Kalk in der Leitung immer die mit Anschlüssen nehmen. Das sind die Kompo­nenten, die ich bei mir verbaut habe, um eine Bewäs­se­rungs­basis aufzu­bauen (das funktio­niert ebenso bei Gärten):

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Zur Verteilung zu den Kübel nutze ich folgende Kompo­nenten:

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Als Tropfer haben sich bei mir folgende bewährt – die regulier­baren. Wobei die 20er im Frühjahr einmal entkalkt werden müssen (also Hahn auf und alle einmal richtig auf und dann wieder in Position drehen). Daher sind die anderen meine Favoriten. Ich habe sie um größere Pflanzen immer als 3er oder 4er Ring gelegt (das geht mit den Kreuz- und T-Stücken sehr gut). Für Kübel­samm­lungen, nutze ich die Sprüher mit Verlän­gerung nach oben.

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Extra-Tipp für Garten­be­sitzer mit Hecken oder Beten, Rohre mit integrierten Löchern:

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Der Aufbau dauert am Anfang zwar etwas, macht euch daher vorher am besten eine Skizze, was wo hin soll und wie viel Wasser benötigt. Dann habt ihr es einfacher Aber jetzt schon vorweg: es lohnt sich!

Gardena Systeme

Gardena bietet zwei Kategorien von automa­ti­sierter Bewäs­serung an. Ganz klassisch als Zeitschaltuhr oder das neue Cloud-basierte smart­system.

Zeitschal­tungen

Gardena bietet verschie­denste Varianten von Zeitschalt­uhren an, von klassisch bis zu Solar betrieben. Je nach Modell lassen sich Zeiten, Tage, Häufigkeit pro Tag und Dauer der Bewäs­serung einstellen. Wer kein Smart home hat bzw. auch keins plant und dem Appsteuerung unwichtig ist dem Rate ich zu den Klassikern

Die einfachste Variante wäre:

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Oder eben mit mehr Komfort:

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Die oben genannten Komfortuhren lassen sich zudem mit Sensoren ausstatten, umso noch besser zu gießen und Wasser damit einzu­sparen, z.B. bei Regen.

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Gardena smart system

Das Gardena smart system ist ideal für Einsteiger in die App gesteuerte Automa­ti­sierung. Man benötigt dazu ein Basis­gerät, das Gardena smart Gateway. Mit diesem Gateway lassen sich Bewäs­se­rungs­systeme, Pumpen und die Mähro­boter verbinden und steuern. Es kann mittels LAN Kabel oder WLAN mit dem Router verknüpft werden. Zur Steuerung nutzt es eine Inter­net­ver­bindung zur Gardena Cloud, sodass auch unterwegs von der App Geräte gesteuert werden können (z.B. Bewäs­serung an). Die Einrichtung funktio­niert über die Gardena App.

Der Bewäs­se­rungs­com­puter wird dann einfach mit dem Gateway über die App verknüpft und kann am Wasserhahn montiert werden. Der große Vorteil gegenüber anderen Lösungen ist, dass er am Hahn direkt keinen Strom braucht.

Durch das Koppeln mit Sensoren, wie dem Boden­feuchte Sensor oder dem Regen­sensor, kann das System intel­ligent die Bewäs­serung an oder ausschalten. Zeitpläne kann man natürlich auch einstellen.

Das System lässt sich auch mit IFTTT oder Homekit koppeln, sodass eine Vernetzung mit anderen Geräten, wie z.B. Phillips Hue Leuchten möglich ist.

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Eigenbau mit Homematic, Magnet­ventil und FHEM

So schön und vor allem Einsteiger gerecht die neuen Systeme sind, haben sie auch einen Nachteil. Jedes System hat seine eigene Cloud, die Daten landen dann quer im Netz und müssen erst wieder für die Program­mierung zusam­men­hän­gender Schal­tungen durch weitere Fremd­dienst­leister wie IFTTT  verknüpft werden. Dass das auch ein Sicher­heits­risiko sein kann, sollte jedem bewusst sein und hier eine Abwägung treffen. Die Bereits­stellung der Cloud kostet den Anbieter ebenfalls Geld, sodass die Produkte meist teuer. Wer also etwas technisch affiner ist, der kann sich auch am Selbstbau versuchen. Wie man das macht zeige ich im Folgenden an meinem eigenen Setup.

Arbeiten an 230V dürfen immer nur von einer Fachkraft durch­ge­führt werden.

Benötigte Kompo­nenten

Vorerst solltet ihr über eine Außen­steckdose verfügen. Die Basis für draußen bilden dann folgende Kompo­nenten: Ein Magnet­ventil, zwei Doppel­ge­winde. ein Garde­na­ver­binder, ein Dichtband, ein Schalt­aktor, ein Sensor (Regen, Feuchte etc.), ein Verlän­ge­rungs­kabel für den Außen­be­reich (Liste siehe unten). Ich habe mich für einen 4-fach Aktor entschieden, da ab zwei angeschlos­senen Geräten er billiger ist als der 1-fach und zudem eben nur ein Aktor bei mir auf dem Balkon steht. Da eh ein Kabel benötigt wird um den Aktor anzuschließen, kann man das übrige Stück mit der Steckdose einfach an den zweiten Anschluss anschließen. Wer aber keine weiteren benötigt ist mit dem kleineren wahrscheinlich besser aufge­hoben.  Das Kabel wird zudem auch zum Verbinden des Ventils genutzt. Ihr müsst also daran denken, dass es in drei Teile geschnitten wird (Stecker und das Kabel bis zum Aktor, Kabel­stück von Aktor zum Magnet­ventil, ggf. Kabelrest mit Dose für etwas anderes im Garten/Balkon wie eine Lampe). Ich nutze als Sensor einen Wasser­melder, alter­nativ lassen sich natürlich auch die Wetter­station oder falls ihr FHEM und nicht die Homematic Zentrale nutzt auch Boden­feuchte Sensoren verknüpfen. Das von mir genutzte Ventil ist nicht mehr erhältlich, deshalb habe ich euch ein alter­na­tives verlinkt, hierfür sind dann die zwei Doppel­ge­winde nötig.

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Falls eure Steckdose von innen schaltbar ist und ihr diese auch aus und an schalten lassen wollt, benötigt ihr noch einen Aktor für den Schalter. Ihr könnt entweder den einfacher einzu­bau­enden Aktor für Marken­schaltung nutzen, oder so wie ich einen Unter­putz­aktor. Der Vorteil ist, dass man dazu auch die Beleuchtung des Schalters mit Schalten kann. Hierfür benötigt ihr einen spezi­ellen Wechsel­schalter (in meinem Fall GIRA) und eine Birne (siehe unten). Ich habe mich für eine blaue LED entschieden, es gibt aber auch rote und weiße.

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Die Instal­lation

Zu Beginn habe ich erst einmal alle Geräte und Kompo­nenten ausge­packt

Als Bewäs­se­rungs­stop­sensor nutze ich einen Wasser­melder, der ursprünglich für Wasch­ma­schinen gedacht ist. Ich habe meine Erdbeeren als Verti­kal­garten aufge­hängt, sodass aus dem oberen das Wasser in den darun­ter­hän­genden tropft. Da ich 6 Kübel überein­ander habe, ist der ideale Zeitpunkt zum Stoppen des Bewäs­serns, wenn aus dem letzten Wasser nach unten auf den Boden tropft. Dort steht dann mein Sensor. Nach er ist auch Nachdau­er­nutzung und viel Kalt immer noch sehr genau. Anbei ein Bild nach fünf Jahren Kübel- und nach einem Jahr Sensor-Nutzung. HILFE Kalk und Erde

Für die Verbindung des Magnet­ventils nutze ich das Gardena Schlauch-Regner-Anschlussset. Es hat das gleiche Gewinde und ermög­licht so, das einfache Verbinden mit dem Microdrip System. Wie bereits erwähnt ist leider, das Ventil nicht mehr erhältlich, das verlinkte funktio­niert aber ähnlich, nur muss das Strom­kabel noch an eine Klemme angeschlossen werden. Hierfür nutzt ihr ein Stück aus der Mitte des Verlän­ge­rungs­kabels. Um das Ventil Gardena „ready“ zu machen, schraubt ihr zusammen mit etwas Dichtband die Doppel­ge­winde an beide Seiten des Ventils. An die Doppel­ge­winde schraubt ihr nun mit Dichtband das Schlauch-Regner-Anschlussset, beachtet dabei die Fließ­richtung.

Ist das Ventil verkabelt und verschraubt, kann es einfach an das Gardena Basis­gerät zur Druck­re­du­zierung durch das Klick­system angeschlossen werden.

Als nächstes wird der Aktor an dem Ort verkabelt an dem er in Zukunft „wohnen“ darf. Meiner wohnt in einem Ikea Josef, der hinten nun etwas löchrig ist. Zum Verkabel nutzt ihr vom Verlän­ge­rungs­kabel den Stecker als Anschluss und wenn gewünscht die Dose als weiteren schalt­baren Verbraucher (bei mir ist es eine Garten­lampe) und natürlich unser Magnet­ventil

Das wird jetzt an den Wasser­an­schluss geklemmt und es kann über den Button zum An/Ausschalten im Homematic Aktor erstmals getestet werden.

Der Außen­be­reich ist somit fertig, jetzt ist es nur noch optional innen auch einen Aktor einzu­bauen bzw. einbauen zu lassen.

Integration in Homematic bzw. FHEM

Nun folgt die Automa­ti­sie­rungs­arbeit. Hierfür müsst ihr die Aktoren mit eurer Zentrale (in meinem Fall ein FHEM System) paaren. Das geht aber analog mit Homematic auch

Der Aktor sollte angelegt werden und sollte in FHEM auftauchen, mit etwas feintuning wird es dann auch schnell hübsch

defmod te_schaltaktor_Sw_02 CUL_HM [ID eures Gerätes]
attr te_schaltaktor_Sw_02 alias Ventil
attr te_schaltaktor_Sw_02 devStateIcon on:general_an@green off:general_aus@grey unreachable:unknown
attr te_schaltaktor_Sw_02 group Bewässerung
attr te_schaltaktor_Sw_02 icon im_droplet
attr te_schaltaktor_Sw_02 model HM-LC-SW4-SM-2
attr te_schaltaktor_Sw_02 peerIDs 00000000,
attr te_schaltaktor_Sw_02 room Terrasse
attr te_schaltaktor_Sw_02 webCmd ;

 

PS: Das Design für FHEM habe ich entwi­ckelt und es wird mit FHEM mitge­liefert (iOS 6). Für den moder­neren Look habe ich auch eins in iOS 12 Optik gemacht

Nun geht es ans eigentlich beste, die Automa­ti­sierung. Hierfür benötigt man verschiedene FHEM Steue­rungs­ele­mente:

Weitere Beschreibung folgt.

Verknüpfung mit Homekit

Text folgt.

Fazit

Text folgt.

 

 

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